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Arbeitsprinzipien

 

Unser Beratungsangebot ist freiwillig und kostenfrei. Die Mitarbeiterinnen der Fachberatungsstelle unterliegen der Schweigepflicht, die durch die Meldung einer Kindeswohlgefährdung § 8a SGB VIII ihre Begrenzung erfährt.

Da die Strategien zur Bewältigung von Gewalterfahrungen unterschiedlich sein können, ist jede Beratungssituation individuell ausgerichtet. Die Beraterinnen setzen bei vorhandenen Fähigkeiten und Stärken der Betroffenen an, um ihr Selbsthilfepotenzial zu erhöhen und ihre Entscheidungs- und Handlungskompetenz wertschätzend zu fördern.

Bei Minderjährigen liegt die Verantwortung für den Schutz vor sexualisierter Gewalt bei den Erwachsenen.

Die Fachberatungsstelle versteht sich als parteiliche Interessenvertretung der von sexualisierter Gewalt Betroffenen und artikuliert deren Bedürfnisse und Sichtweisen in der institutionellen Zusammenarbeit. Der parteiliche Ansatz macht die Bedürfnisse, Grenzen, Wünsche und Interessen der/s Betroffenen zum Maßstab fachlichen Handelns.

Um die Betroffenen bestmöglich vor weiteren Manipulationen zu schützen und ihnen einen geschützten Beratungsraum gewährleisten zu können, werden Täter, Täterinnen und in Verdacht stehende Personen nicht von Mitarbeiterinnen der Fachberatungsstelle beraten. Sorgeberechtigte und andere relevante Bezugspersonen beraten wir zum Umgang mit sexuell übergriffigen Kindern.

Die Fachberatungsstelle führt keine Gutachten, Diagnosen oder Traumatherapien durch, vermittelt aber an die dafür vorgesehenen Einrichtungen.

Menschen, die sich in einer akuten Suizidalität oder in psychotischen Zuständen befinden, werden an therapeutisch-medizinische VersorgungsanbieterInnen vermittelt. Auf Wunsch der AdressatIn können sie dorthin von einer Mitarbeiterin der Einrichtung begleitet werden.

Fachberatungsstelle
gegen sexualisierte Gewalt Rostock

Tel. 0381-44 03 290