...

Geschichte der Fachberatungsstelle

 

Zur Geschichte der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt

Die der „Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt“ zugrunde liegende Geschichte liest sich wie eine ständige Weiterentwicklung eines bedarfsgerechten Angebotes und einer Auseinandersetzung um die Finanzierung, die Durchführung und die Erhaltung von mädchen- und frauenspezifischen Unterstützungsangeboten für Rostock und Umgebung.
Die Fachberatungsstelle ist aus einer Reihe an spezialisierten Einrichtungen hervorgegangen, deren gemeinsames Ziel es war, Gewalt an Frauen und Mädchen zu verhindern. Mit der zunehmenden Anfrage bezüglich männlicher Betroffener wurden auch Jungen und Männer Adressaten des Angebotes.

Kleiner historischer Überblick

Das Mädchenprojekt „Selma“ als Bundesmodellprojekt (1991 bis 1996) nahm mit zwei Mitarbeiterinnen die Arbeit auf. Inhalt der professionellen Unterstützungsarbeit war die Thematik „sexueller Missbrauch“ von Mädchen und weiblichen Jugendlichen unter Berücksichtigung vielfältigster Bezugssysteme. Arbeitsschwerpunkte im Kontext von „sexuellem Missbrauch“ waren: Beratung – Therapie, Weiterbildungen sowie Begleitung von Mädchen und jungen Frauen in Strafprozessen.

Die Gründung des „Notruf für Frauen“ (1993) erfolgte aus der feministischen und autonomen Frauenhausarbeit heraus. Als Beratungsangebot richtete sich der „Notruf für Frauen“ primär an Frauen, die vergewaltigt wurden oder sexuelle Misshandlungen in der Kindheit erfahren mussten. Der Schwerpunkt der Arbeit lag im Umgang mit den Folgen von sexuellen Gewalterfahrungen. Aus den Beratungserfahrungen heraus wurden drei weitere Arbeitsbereiche konzipiert: Prävention – Fortbildung – Begleitung von Frauen während des Strafprozesses. Aufgrund bundesweiter und lokaler Öffentlichkeitsarbeit konnte sich der „Notruf für Frauen“ als Beratungsstelle profilieren. Die Umbenennung in „Notruf für Frauen und Mädchen“ 1996 erfolgte aufgrund zahlreicher Anfragen junger Frauen und Mädchen.

1994 wurde in die Beratungsstelle Selma der Mädchentreff „Hexenkessel“ integriert. Dieser sollte den Mädchen den Zugang zur Beratungsstelle erleichtern.
Der Mädchentreff war bis 2003 ein freizeitpädagogisches Angebot, das neben den Mädchen auch von Eltern, Angehörigen und Professionellen als spezialisiertes Unterstützungsangebot genutzt wurde.

Das Angebot der „Zeugen- und Zeuginnenbegleitung“ für Frauen und Kinder, die Opfer einer Sexualstraftat geworden sind, besteht seit 1996 und wurde 1997 durch je eine Mitarbeiterin des Mädchenprojektes bzw. des Notrufes etabliert. 1999 konnte die Zeuginnen- und Zeugenbegleitung als Modellprojekt bis ins Jahr 2002 mit zwei Mitarbeiterinnen im Landgerichtsbezirk Rostock unter dem Dach von Frauen helfen Frauen e.V. weitergeführt werden. Seit dem Ende des Modellprojektes übernehmen anteilig zwei Mitarbeiterinnen der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt den Arbeitsschwerpunkt und bieten das Angebot für alle Verletzten im Strafverfahren bei Sexualdelikten an.

Im Jahr 2004 schlossen sich die drei ambulanten Angebote des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. (Mädchenprojekt, Notruf für Frauen und Mädchen sowie Zeugen- und Zeuginnenbegleitung) zur: „Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt“ mit damals sechs Mitarbeiterinnen zusammen, die aufgrund von jährlich fortschreitenden Kürzungen heute, im Jahr 2008, nur noch drei Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Die Fachberatungsstelle hat ihre Räume im Beginenhof in der Südstadt in Rostock und ist für die Hansestadt sowie den Landkreis und die Stadt Bad Doberan zuständig. Die Arbeitsbereiche gliedern sich in Beratung, Prävention, Fortbildung und Zeugen- und Zeuginnenbegleitung, die kostenlos und auf Wunsch anonym angeboten werden.

Das Team der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt 2008

Hier kommen Sie zu den Angeboten der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Hier geht es zum Kontaktformular.

Fachberatungsstelle
gegen sexualisierte Gewalt Rostock

Tel. 0381-44 03 290