Das Team – Wer wir sind


Unser Team besteht aus fünf Mitarbeiterinnen. Wir alle sind verschiedenen Alters und haben unterschiedliche Lebensentwürfe.

Trotz dieser Unterschiede können wir gut zusammenarbeiten, weil wir uns mit unseren Unterschieden annehmen und respektieren. Diese akzeptierende Haltung ist uns wichtig, weil sie auch Grundbestandteil unserer Arbeit mit den Bewohnerinnen und ihren Kindern ist.

Wir sind erfahren in der sozialpädagogischen Arbeit mit von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern. Wir sind Pädagoinnen, Fachkräfte für Psychotraumalogie und Traumapädagogik, Kinderschutzfachkräfte, Sozialpädagoginnen, Philosophinnen und Aktivistinnen. Wir verfügen zudem über diverse Zusatzqualifikationen im Umgang mit Suchtproblematiken, Psychodrama, systemische Beratung.

Das Frauenhaus ist als eine Kommstruktur konzipiert. Das bedeutet, dass wir nicht Menschen von uns aus aufsuchen und überzeugen, ins Frauenhaus zu ziehen. Dies widerspricht unserem Grundsatz der Selbstbestimmung. Der Weg ins Frauenhaus ist immer ein selbstgewählter und freiwilliger Schritt.

 

In unserem Frauenhaus arbeiten wir mit dem Bezugsfrauensystem. Das bedeutet, jede Bewohnerin hat eine persönliche Ansprechpartnerin unter den Mitarbeiterinnen des Teams. Diese steht ihr unterstützend und beratend zur Seite.

 

In unserer Arbeit stehen wir nicht nur den Frauen zur Seite. Wir stehen auch hinter ihnen. Wir glauben ihnen ihre Gewalterfahrungen und stellen diese nicht in Frage.

 

Wir nehmen unsere Bewohnerinnen als kompetente Persönlichkeiten ernst, die viele Stärken und Kompetenzen haben. Gemeinsam fördern wir mit ihnen diese Ressourcen auf ihrem Weg in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben.

 

Diese Selbstbestimmung ist auch richtungsweisend in der Zusammenarbeit mit den Frauen während ihres Frauenhausaufenthaltes. Sie bestimmen, welche Themen sie mit uns wann bearbeiten wollen und wie sie dabei vorgehen möchten.

 

Wir arbeiten im Team gleichberechtig und auf Augenhöhe, so dass jede Kollegin ihre Stärken und Fähigkeiten entfalten und ausbauen kann. Um unsere Struktur möglichst hierarchiearm zu gestalten, wechselt jährlich die Aufgabe der Koordination, durch die das Frauenhaus nach Äußen vertreten wird.

Durch kollegiale und juristische Beratungen, Supervision, sowie Fort- und Weiterbildungen erweiteren wir stets unsere Kenntnisse und Kompetenzen.

Als Teil der autonomen Frauenbewegung arbeitet das Frauenhaus Rostock ebenso mit anderen Frauenprojekten zusammen.

Darüber hinaus besteht die Kooperation mit allen Einrichtungen, die potenziell mit von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern zu tun haben oder die bei der Unterstützung der Frauen und Kindern bedeutsam sein könnten.

 

Unsere Arbeit wird von einem feministischen Selbstverständnis getragen. Daraus resultiert eine Kritik patriarchialer Herrschaftsverhältnisse, die gesamtgesellschaftlich Männer mit mehr Macht und Privilegien ausstattet als Frauen. Dies macht es für gewaltbetroffene Frauen noch schwieriger, sich und ihre Kinder aus diesen Gewaltkontexten zu befreien.

 

Aus der Beschreibung unserer Arbeitsweise leiten sich weitere Grundprinzipien ab:

  • Parteilichkeit

  • Hilfe zur Selbsthilfe

  • Wertschätzung und Grenzsetzung

  • Ganzzeitlichkeit und Ressourcenorientierung

  • Vertraulichkeit und Freiwilligkeit

  • Gleichberechtigung im Team


Das Frauenhaus bietet Studentinnen der Pädagogik/Sozialpädagogik im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum im Bereich der Arbeit im Frauenhaus an. Es soll ein Einblick in alle Arbeitsfelder eines Frauenhauses ermöglicht werden. Zunächst wird die Praktikantin von einer der Mitarbeiterinnen in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche eingeführt. Nach einiger Zeit sollen selbstständig Aufgaben übernommen werden.

Ein Praktikum im Kinder- und Jugendbereich umfasst bei uns sechs Wchen.

Ein Praktikum im Bereich der Frauenberatung sollte bei uns mindestens drei Monate umfassen.

Ziel des Praktikums ist es eigenständig anfallende Aufgaben zu bewältigen. Dies können z.B. telefonische oder persönliche Beratungsgespräche oder die Begleitung der Frauen bei Ämtergängen sein, außerdem Tätigkeiten im Haus oder die selbstständige Durchführung von Gruppenangeboten oder Projekten in der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Dauer des Praktikums ist für mindestens 6 Monate angesetzt. Eine kürzere Zeit ist nicht sinnvoll, da der oben genannte Zeitraum erfahrungsgemäß nötig ist, um die Arbeit in ihrer Gänze erfassen und qualifiziert durchführen zu können.

Bewerbungen richten Sie bitte direkt an das Frauenhaus.