Expert*innenBeirat


Die Arbeit im Modellprojekt GeSA wird von einem bundesweiten Expert*innenBeirat begleitet, in dem drei Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen der Suchtkrankenhilfe und der Anti-Gewalt-Arbeit mitwirken.

Prof. Dr. Klaudia Winkler

Dr. med. Katrin Körtner

Prof. Dr. Barbara Kavemann

Dipl.Psychologin

OTH Regensburg

Promotion 1997 Universität Koblenz-Landau; Thema: Zur Behandlung alkoholabhängiger Frauen in Fachkliniken. Eine multizentrische Studie.

Langjährige Tätigkeit in der ambulanten und stationären Suchtkrankenhilfe, Schwerpunkt frauenspezifische Suchtarbeit.

Seit 2003 Professorin an der Technischen Hochschule Regensburg, Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Lehrgebiete Klinische Psychologie Entwicklungspsychologie, Forschungsmethoden.

Schwerpunkte der wiss. Tätigkeit

(im Bereich Substanzbezogener Störungen):

  • Beratungs- und Behandlungsangebote für substanzabhängige Frauen
  • Frauen als Minderheiten in Fachkliniken
  • Gendermainstreaming in der Suchtarbeit
  • Behandlung von substanzabhängigen Müttern kleiner Kinder (Bindungstheoretische Überlegungen)
  • Mitarbeit an der Erstellung der interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zum Screening, der Diagnostik und Behandlung von Intoxikation, riskantem schädlichen und abhängigen Alkoholgebrauch: AG Gender
  • Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Kuratrium der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

Fachärztin für Psychiatrie & Psychotherapie

Jüdisches Krankenhaus Berlin

Seit 2010: Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Jüdisches Krankenhaus Berlin, Leitung der Station für Suchterkrankungen sowie der Psychotherapiestation.

Seit 2011: Konzeption/Aufbau der o.g. Psychotherapiestation mit einem integrativen, niedrigschwelligen Kurzzeitpsycho-therapieprogramm für Menschen mit Suchterkrankungen u./o. Traumafolgestörung/Gewalterfahrung u./o. Borderlinestörung sowie mit Kriseninterventionsplätzen für Opfer häuslicher Gewalt.

Seit 2011: Kooperation mit S.I.G.N.A.L. e.V. Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt; Schulung von ärztlichen MitarbeiterInnen und Pflegekräften bzgl. häuslicher Gewalt und Gewalterfahrung.

Seit 2014: Dozentin am Zentrum für Psychotraumatologie (ZeP) Hamburg für das Programm „Sicherheit finden“, ein integratives Gruppenpsychotherapieprogramm für Menschen mit Substanzmissbrauch und PTBS, sowie für traumasensible Behandlung und Beratung.

Mein besonderes klinisches und persönliches Interesse

... gilt der Aufklärung, Prävention und Behandlung von Gewalt-erfahrungen in Familien und (Ex)partnerschaften, dem verbesserten Umgang suchtkranker Eltern mit ihren Kindern, der strukturellen Vernetzung ambulanter und stationärer Hilfsangebote im Sucht- und Gewaltschutzbereich sowie der Integration der WHO-Leitlinien zu häuslicher Gewalt in den Versorgungsbetrieb von Krankenhäusern und ambulanten Praxen. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder.

Ausbildung und bisherige klinische Tätigkeit:

1992-1999: Medizinstudium Uni Göttingen und FU Berlin

2000-2003: Ärztin im Praktikum und Assistenzärztin der Klinik für Neurologie, Universität Göttingen

2003-2010: Ausbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin sowie am Institut für Verhaltenstherapie in Lübben. Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit: Schizophrene und bipolare Erkrankungen, Psychoedukation bei schizophrenen Erkrankungen, sozialpsychiatrische Versorgung von Menschen mit Psychosen

2005: Promotion zur „Die Demenz bei der sporadischen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: Probleme der Diagnostik und vorherrschende Symptomatik“

2011-2013: Ausbildung zur Traumatherapeutin am Dresdner Fortbildungszentrum Traumatherapie bei Dr. Anne Boos (Theoretischer Teil ist abgeschlossen)

Dipl. Soziologin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sozialwissenschaftlichen FrauenForschungsInstituts Freiburg
Honorarprofessorin an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

Ihre Themenschwerpunkte sind Gewalt im Geschlechterverhältnis, sexualisierte Gewalt, sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, Prostitution und Menschenhandel. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die praxisbegleitende, evaluierende Forschung und der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

Aktuell arbeitet sie an einer Untersuchung von Möglichkeiten der Prävention von Reviktimisierung sexuell missbrauchter Mädchen in Fremdenunterbringung (Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut Freiburg gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut München) im Rahmen der Förderlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu sexuellem Missbrauch in pädagogischen Kontexten.

www.barbara-kavemann.de