GeSA-Fachkongress 2017

Wie kommt zusammen, was zusammen gehört?

oder
Innovative Schnittstellengestaltung zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen gewaltbetroffener Frauen mit einer Suchtmittelproblematik


zum bundesweiten Fachkongress nach Rostock/Warnemünde
am 05.12.2017 von 09:00 bis 16:30

Aus fachlicher Perspektive ist die komplexe Wechselwirkung zwischen Sucht und Gewalt unumstritten, Auswirkungen auf die Kooperation zuständiger Hilfesysteme hatte dies bislang dennoch kaum. Besonders Frauen tragen schwer an dieser Situation, erfahren als gewaltbetroffen und suchtbelastet eine doppelte Stigmatisierung und erleben auf Seiten der professionellen Helfer*innen nicht selten dieselbe Überforderung und Hilflosigkeit, die sie selbst nur allzu gut kennen.

Das Bundesmodellprojekt „GeSA“ hat sich die Entwicklung eines Kooperationsmodells unter Beteiligung der verschiedenen, an der Unterstützung und Versorgung betroffener Frauen beteiligten Hilfesysteme zum Ziel gesetzt. Unser Anliegen war es, Schnittstellenprobleme zu reduzieren, eine Strategie für eine effiziente Zusammenarbeit unterschiedlichster Professionen sowie konkrete Formen und Möglichkeiten der Kooperation im Einzelfall zu entwickeln und zu erproben.

Gemeinsam mit Ihnen als Expert*innen aus Praxis, Politik und Wissenschaft möchten wir unsere Erfahrungen und Ergebnisse diskutieren und Überlegungen zur Verstetigung und Nachhaltigkeit vorstellen.

Petra Antoniewski (Projektleiterin)

  • 09:00 Ankommen
  • 09:30 musikalische Eröffnung und Begrüßung

Marie-Luise Böning (Gesang) und Lena Sophia Schmidt (Klavier)
Ulrike Bartel,
Geschäftsführerin Frauen helfen Frauen e.V. Rostock
Gaby Kirschbaum, Leiterin Referat Sucht und Drogen des Bundesministeriums für Gesundheit
Kati Möbius-Hastedt, Referat Psychatrie, Sucht und Prävention, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V

  • 10:00 GeSA - ein Kooperationsmodell zur Verbesserung der Versorgung gewaltbetroffener Frauen mit einer Suchtmittelproblematik

Petra Antoniewski, GeSA-Projektleiterin, Leiterin der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Rostock

  • 11:00 Kaffeepause
  • 11.15 Praktische Erfahrungen aus den Modellregionen Rostock und Stralsund

Statements aus den Regionalverbänden

  • 11.45 Die Dualproblematik Alkohol und Häusliche Gewalt in der Schweiz - ein Einblick in die Praxis

Nina Aeberhard, M. Sc. Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim "Blauen Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg"
_Frau Aeberhard war Co-Leiterin des durch das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz finanzierten Projektes "Alkohol und Häusliche Gewalt in der Beratungspraxis". Im Ergebnis dieses Projektes ist u.a. das Handbuch "Alkohol und Häusliche Gewalt" entstanden, dessen Mitautorin sie ist.

  • 13:00 Mittagspause

  • 14:00 Sucht und Gewalt - Gewalt und Sucht: Wege aus dem Desaster

Im Dialog:
Prof. Dr. Imgard Vogt,
Dipl. Psychologin, Soziologin, Mitarbeiterin des Suchtforschungsinstituts Frankfurt/Main
_ Eine der ersten Forscherinnen in der Bundesrepublik, die die Spezifik von Suchtbelastungen bei Frauen innerhalb der Suchthilfe thematisiert hat.

Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Soziologin, Mitarbeiterin der Ev. Hochschule Freiburg
_ Eine der bedeutendsten Forscherinnen in der Bundesrepublik zum Themenschwerpunkt Gewalt im Geschlechterverhältnis / Häusliche Gewalt

  • 15:30 Kaffeepause
  • 15:45 GeSA - Was es braucht: Bedingungen einer nachhaltigen Verbesserung der Versorgungssituation betroffener Frauen

Prof. Dr. Barbara Kavemann, Dr. Katrin Körtner, Prof. Dr. Klaudia Winkler aus dem GeSA-Expertinnenbeirat, Petra Antoniewski, GeSA-Projektleiterin

  • 16:30 Schlusswort

Tagesmoderation Gisela Best, CORA - Landeskoordinierungsstelle gegen Häusliche und Sexualisierte Gewalt in M-V

Und hier finden Sie die Einladung zum download.

Bernsteinsaal im Hotel Neptun

Seestr. 19 in 18119 Rostock/Warnemünde
www.hotel-neptun.de
Rezeption +49 381 777-0

Das Tagungshaus ist eingeschränkt barrierefrei.
Bitte geben Sie unbedingt bei der Anmeldung Ihre behinderungsbedingten spezifischen Bedürfnisse an (siehe Formular)