HintergrundInformationen


Nachfolgend haben wir wesentliche Infos zu unserem Verein und unseren Einrichtungen in einer Übersicht zusammengestellt.


Frauen helfen Frauen e.V. Rostock
Ernst Haeckel-Str.01 in 19059 Rostock
www.fhf-rostock.de

gegründet 12.06.1990

als Trägerverein für das Rostocker Frauenhaus
aktuell 24 Mitarbeitende in 7 Einrichtungen

ehrenamtlicher Vereinsvorstand:

RAin Amrei Schäning
RAin Gitta Gerzmann
Sozpäd. Insa Evers
Sozpäd. Ines Brembach

Geschäftsführung Ulrike Bartel
0381 – 44 030 77
geschaeftsstelle@fhf-rostock.de

Aus unserem Leitbild

Frauen helfen Frauen e.V. Rostock berät und begleitet seit 1990 Menschen auf ihrem Weg in ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben. Darüber hinaus macht sich der Verein auf fachpolitischer und gesellschaftlicher Ebene für ihre Interessen stark.

Die Vereinsaktivität gilt Menschen, die von Gewalt, Stigmatisierung und Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind. Das Angebot beinhaltet Schutz, Beratung und Begleitung für Kinder und Erwachsene.

Darüber hinaus leistet der Verein Prävention und Weiterbildung, macht Lobbyarbeit und ist eng vernetz mit der sozialen Infrastruktur landesweit und in unserer Region.


Geschichte

Seit der Gründung vor drei Jahrzehnten hat unser Verein eine kontinuierliche Weiterentwicklung durchlaufen. Erfahrungen aus eigener Praxis, Erkenntnisse aus Forschung und auch gesellschaftliche Entwicklungen und öffentliche Diskurse waren der Antrieb dafür.

So ging es im Frauenhaus nicht nur um Frauen, sondern recht schnell auch um die Kinder, konnten wir doch das Phänomen des Generationenkreislaufes von Gewalt nicht ignorieren. In den 90er Jahren drangen Themen wie sexueller Missbrauch und Vergewaltigung an die Öffentlichkeit und wir initiierten mit dem Mädchenprojekt und dem Frauennotruf Anlaufstellen für Betroffene, welche seit 2004 in der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt eine ganzheitliche Unterstützung erhalten.

Aber es sollte eben um mehr gehen als nur um Hilfe im Einzelfall. So wurde Prävention an Schulen ein Arbeitsschwerpunkt, zuerst nur für Mädchen, später auch für Jungen, wurde doch zunehmend thematisiert, dass auch diese von sexuellem Missbrauch betroffen sind.

Ende der 90er Jahre wurden Forderungen nach staatlicher Intervention gegen häusliche Gewalt laut. Im Modellprojekt CORA wurden Interventionsmodelle erprobt und mit den Interventionsstellen entstand 2001 eine enge Kooperation mit Polizei und Justiz. In diesem Zuge wurde deutlich, dass auch Männer von häuslicher / sexualisierter Gewalt betroffen sind. Unser Verein öffnete sich dieser Zielgruppe. So war fortan nicht mehr die Rede von Gewalt gegen Frauen, sondern von häuslicher und sexualisierter Gewalt.

2014 entschieden wir uns, auf der Helferseite auch die männliche Perspektive mit einzubeziehen, um den Bedarfen von betroffenen Jungen und Männern gerecht zu werden. Seit 2016 beschäftigen wir deshalb auch männliche Berater, welche unsere Fachexpertise bereichern.

Ebenfalls 2014 haben wir mit SeLA ein in M-V einmaliges Beratungsangebot aufgebaut, zur Verbesserung der Arbeits- und Lebenssituation von Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind.

Unsere Einrichtungen

Frauenhaus Rostock
0381 / 44 45 06
frauenhaus@fhf-rostock.de

Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Rostock
0381/ 44 03 290
fachberatungsstelle@fhf-rostock.de

Landeskoordinierungsstelle CORA
0381 40 10 229
cora@fhf-rostock.de

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking
Rostock 0381 / 45 82 938
interventionsstelle.rostock@fhf-rostock.de
Stralsund 03831 / 30 77 50
interventionsstelle.stralsund@fhf-rostock.de

SeLA - Beratungsstelle für Menschen in der Sexarbeit Rostock
0381 / 87 39 87 37
sela@fhf-rostock.de

Psychosoziale Prozessbegleitung
0176 56 83 35 68
prozessbegleitung@fhf-rostock.de

Netzwerk Gewaltschutz
0381 / 40 10 229
netzwerk@fhf-rostock.de

Wichtig für uns ist schon immer die enge Vernetzung mit anderen Professionen, um gewaltbetroffenen Menschen noch besser unterstützen zu können. Neben den langjährigen Partner*innen bei Polizei, Justiz und Jugendhilfe tun wir dies seit 2015 verstärkt mit Einrichtungen der Suchthilfe im Rahmen des GeSA-Projektes. Und seit 2017 kooperieren wir im Netzwerk Gewaltschutz eng mit der Flüchtlings- und Migrationsarbeit.

Als jüngste Erweiterung unseres Leistungsangebotes können wir seit 2018 Betroffene von besonders schwerwiegender Gewalt im Rahmen der Psychosozialen Prozessbegleitung während des gesamten Strafverfahrens unterstützen.

Und hier die Infos als download.

Die Fachberatungsstelle ist eine von 5 spezialisierten Beratungsstellen zum Thema sexualisierte Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Einzugsgebiet gehört neben der Hansestadt Rostock auch der Landkreis Rostock.

Trägerschaft:

Frauen helfen Frauen e.V.

Zielgruppe:

  • von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von ihrem Geschlecht

  • Unterstützer*innen

Angebote:

Die Angebote der Fachberatungsstelle können kostenfrei und auf Wunsch anonym in Anspruch genommen werden. Die Beratung erfolgt in der Regel nach Terminabsprache persönlich, aber auch telefonisch, per Email und in Einzelfällen aufsuchend.

  • Beratung für Betroffene und deren Unterstützer*innen

  • angeleitete Gruppen für betroffene Frauen

  • kollegiale Fachberatung

  • Psychosoziale Prozessbegleitung

  • Prävention & Fortbildung

Team

Das Team aus 5 Frauen und 1 Mann besteht aus Diplom- (Sozial)Pädagog*innen und einer M.A. Sozialwissenschaftlerin mit verschiedenen Zusatzqualifikationen.

Historie

Die Fachberatungsstelle entstand 2004 durch den Zusammenschluss des Notrufs für Frauen und Mädchen, eines Mädchenprojektes und dem Zeug*innenbegleitprojekt des Vereins Frauen helfen Frauen.

Zahlen

Im Jahr 2018 unterstützte die Fachberatungsstelle 153 erwachsene Betroffene sexualisierter Gewalt sowie 137 Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen.

Infos zum Download

Fachberatungsstelle

Ernst-Haeckel-Str. 1

18059 Rostock

Tel.: 0381 – 440 32 90

fachberatungsstelle@

fhf-rostock.de


Ansprechpartnerin:

Lena Melle


 

 

Seit April 2019 ist Sarah Kesselberg die neue Leiterin der Landeskoordinierungsstelle CORA und Ansprechpartnerin für Presseanfragen. Mitarbeiterin von CORA ist Rena Sakowski.

Kernstück der Arbeit von CORA ist die Vernetzung und Kooperation von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen bei der Bekämpfung häuslicher und sexualisierter Gewalt. CORA bietet darüber hinaus verschiedene Leistungen, wie Fortbildungen, Referate, Vernetzungsarbeit und Praxisberatung an.

Das Aufgabenspektrum der Koordinierungsstelle erstreckt sich auf das gesamte Hilfe- und Beratungsnetz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, Menschenhandel und Zwangsverheiratung sowie der Täterarbeit, um die Situation von Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt kontinuierlich zu verbessern. Inzwischen begleitet CORA bereits die Umsetzung des "Dritten Landesaktionsplans gegen häusliche und sexualisierte Gewalt M-V".

Neue EU-Konventionen, Änderungen in der Strafprozessordnung, neue Hilfsmaterialien und Angebote macht CORA bekannt und transportiert sie in das Hilfenetz. Die Produktion von Broschüren entstehen gemeinsam mit den Kolleg*innen aus der Beratungsarbeit.

Die Koordinierungsstelle CORA ist seit 2000 in der Bundeskonferenz der Landeskoordinierungsstellen und Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt (kurz KLK) vernetzt. Die Bundeskonferenz verknüpft die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern mit bundesweiten Strategien, realisiert einen regen Erfahrungsaustausch und beteiligt sich an der Weiterentwicklung vernetzter Strategien zur Bekämpfung häuslicher Gewalt.

Mit der regelmäßig erscheinenden Fachzeitschrift CORAktuell können neue Herausforderungen und Entwicklungen in M-V publiziert und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Eine Dokumentation der Tätigkeit von CORA in den ersten Jahren als Modellprojekt sowie Tätigkeitsberichte für alle folgenden Jahre finden Sie hier.

CORA wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern.

Informationen zum Download

 

Landeskoordinierungsstelle CORA

Heiligengeisthof 3

18055 Rostock

Tel.: 0381-4010229

 

Ansprechpartnerin:

Sarah Kesselberg

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking Rostock

Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking Rostock ist eine von fünf Interventionsstellen in Mecklenburg-Vorpommern und arbeitet seit dem 01.10.2001. Die Interventionsstelle ist ein Teil der Interventionskette bei häuslicher Gewalt und wurde durch einen Erlass der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Landesregierung MV vom 05.02.2002 staatlich anerkannt. Die Interventionsstellen fungieren als wichtige Schnittstelle zwischen polizeilicher, zivilrechtlicher und psychosozialer Intervention.

 Trägerschaft:

Frauen helfen Frauen Rostock e.V.

 Zielgruppe:

  • Betroffene von Häuslicher Gewalt und Stalking
  • Unterstützer*innen

 Angebote:

  • Pro - aktiver Beratung, Psychosoziale Unterstützung, rechtliche Informationen, Beachtung der Belange der Kinder, Information und Weitervermittlung, Einfordern täterbezogener Intervention
  • Beratung von Kindern und Jugendlichen nach häuslicher Gewalt und Stalking durch die Kinder- und Jugendberaterin, Beratung des Gewalt betroffenen Elternteils
  • Vertrauliche und kostenlose Beratung, betroffenenparteilich
  • Vernetzung- und Kooperationsarbeit
  • Fortbildung/Öffentlichkeitsarbeit

 Team:

  • Zwei Erwachsenberaterinnen
  • Eine Kinder- und Jugendberaterin
  • Multiprofessionelles Team mit verschiedenen Grundausbildungen und Weiterbildungen (Sozialpädagogin, Juristin, Traumapädagogin/Traumafachberaterin, Präventionsmanagerin)

 Historie:

  • Erwachsenenberatung seit 2001
  • Kinder- und Jugendberatung seit Oktober 2005

 Förderung:

100% Finanzierung durch das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Hier zum Download

Name: SeLA Selbstbestimmt Leben und Arbeiten

Trägerschaft: Frauen helfen Frauen e.V.

Alter/Personal: seit 09/2014 in Rostock, zwei 75% Personalstellen (Sandra Kamitz, Nadine Herrmann)

Zielgruppe: Sexarbeiter*innen, die ständig und/oder zeitweise in Rostock tätig sind und deren Unterstützer*innen

Inhalt/Ziele: anonyme, parteiliche, niedrigschwellige Beratungsarbeit, Unterstützung in allen Lebenslagen, Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiter*innen, Abbau von Vorurteilen gegenüber Sexarbeit

Angebote: Beratung, Aufsuchende Arbeit, kostenfreie Gynäkologische Sprechstunde, Prävention zum Thema 'Loverboy' mit der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Rostock, Praktikum für Studierende

ZuwendungsG: Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Kooperationen: Gesundheitsamt Rostock, CSG Rostock, LAGuS, Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, Autonomes Frauenhaus, Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking, Frauenärzt*innen, mediNetz, Finanzamt, Ordnungsamt, KPI Rostock, HanseJobCenter, Argentur für Arbeit, Familienberatungsstellen der Caritas, Diakonie und profamilia u.a.

Verbände: Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (Bufas e.V.)

Fakten&Zahlen: jährlich ca. 600 Kontakte, davon 400 Beratungen, überwiegend öffentlich sichtbarer Bereich der Sexarbeit (Modellwohnungen, ErosCenter, Nachtclub) und/oder Selbstmelder*innen

Infos unter https://www.fhf-rostock.de/service/jahresberichte.html

 

Informationen zum Download

 

SeLA – Beratungsstelle für Menschen in der Sexarbeit

Doberaner Str. 7, 18057 Rostock

Telefon 0381. 8739873

Mobil 0172. 7508015

SeLA@fhf-rostock.de

www.fhf-rostock.de/SeLA

www.facebook.com/selarostock

 

Ansprechpartnerin:

Sandra Kamitz